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Spannungsausgleich
Verhindert Spannungsspitzen beim Einschalten
LiFeYPo-100Ah
komplett verkabelt
Akkusteuerung-komplett
realisiert mit Bi-stabilem Relais
Akku 160 Ah
mit 2 Temperaturfühlern
Batteriemanagement
aktiv, d.h. verlustfrei und mit Temperaturüberwachung und -steuerung
Akkuzelle
LiFePO4, 3.2V, 200Ah
Batteriecomputer
Touchscreen - alle relevanten Werte

Nach zwei Jahren aktiver Seefahrtszeit als "Technischer Offiziersassistent", Studium und anschließender erneuter 4-jähriger Fahrzeit als Ingenieur, wechselte ich 1990, aus der Position eines leitenden Ingenieurs heraus, in den Landbetrieb der Reederei, wo ich den Posten des technischen Leiters für die gesamte Flotte übernehmen durfte. Diese Position habe ich dort seit nunmehr 28 Jahren inne und es macht mir noch immer wirklich Spaß, fast täglich vor neuen technischen Herausforderungen zu stehen.

Viele der hier aufgeführten Informationen habe ich mir während des Studiums und meiner beruflichen Laufbahn angeeignet, da auf Seeschiffen die Energieversorgung eine primäre Rolle spielt.

Hierzu zählen nicht nur die Generatoren, die ja für den Schiffsbetrieb unabdingbar sind; sondern mindestens genauso wichtig ist die Speicherung von Energie in Batterien, um zum Einen die gesamte Automation am Leben zu halten, zum Anderen -und das kann u.U. überlebenswichtig sein- jederzeit im Notfall auf ein gewisses Kontingent an elektrischer Energie zurückgreifen zu können, ohne die es nur schwer gelingen kann, nach einem "Blackout" (= Ausfall der primären elektrischen Energieversorgung) den Schiffsbetrieb wieder aufzunehmen. Was es bedeutet, wenn ein solcher Fall auf hoher See eintritt, brauche ich wohl nicht weiter auszuführen.

So wurde, neben der primären elektrischen Energieversorgung und -verteilung, die Speicherung von Energie sozusagen ein Steckenpferd von mir und ich habe an Bord unserer Schiffe immer wieder Experimente gefahren, um die 24V - Spannungsversorgung besser zu verstehen und zu optimieren.

Später, nachdem ich in den Landbetrieb wechselte, habe ich mich dafür eingesetzt, bei den Besatzungen das Bewusstsein für diese so wichtige Energiequelle zu schärfen.

In meinen Anfangsjahren wurden zur Energiespeicherung ausschließlich Blei-Säure Nassakkus verwendet, die aufgrund des extremen Umfeldes (Klimaschwankungen, hohe Temperaturen und Vibrationen) nur eine extrem kurze Lebensdauer von ein bis zwei Jahren hatten. Das wurde in der Schifffahrt aber als "normal" angesehen, und wird es leider häufig immer noch.

Nachdem Gel-Akkus den Markt eroberten, habe ich mich daran versucht, diese im Bordbetrieb zu etablieren, aber auch diese Akkus waren nach nur wenig mehr als zwei Jahren am Ende. Etwas erfolgreicher war der Einsatz von AGM-Akkus (als Starterbatterie für den Notgenerator), diese sind wenigstens erst nach durchschnittlich 4 Jahren defekt.

2010 sollte dann auf einem Schiff das erste einfache System (Notgenerator) auf LiFePO4 umgestellt werden. Dabei stießen wir jedoch auf große Vorbehalte seitens der genehmigenden Behörden, weil über diesen Akkutyp dort einfach keine hinreichenden Erkenntnisse vorlagen, obwohl diese Technologie bereits  seit 1997 bekannt ist.

Also habe ich einfach nicht weiter gefragt, und stattdessen einen solchen Akku eingesetzt. Dieser Akku war bis zur Ausserdiensstellung (5 Jahre) ohne ein einziges Problem im Einsatz.

Dass ich dann bei unserem Wohnmobil auf 100Ah LiFePO4 umgestellt habe, war eigentlich nur eine logische Konsequenz. Hierbei habe ich ein aktives BMS eingesetzt und eine auf meine Bedüfnisse zugeschnittene Steuerung selbst entwickelt und gebaut.

Zwischenzeitlich habe ich im Frühjahr 2019 die Akkukapazität auf 200 Ah verdoppelt. Hierzu habe ich aus dem vorhanden 1P4S-System einfach ein 2P4S System gemacht, d.h. 4 Zellen hinzugefügt. Das ist auch bei einem 4 Jahre alten LiFePO4-Akku problemlos möglich.

Gleichzeitig habe ich die vorhandene 240Wp-Solaranlage gegen eine 500 Wp-Anlage ausgetauscht (5 x 100Wp in Reihe geschaltet, so dass am MPPT-Solarregler im günstigsten Fall ca. 100V anliegen).

Sehr geholfen haben mir in all den Jahren verschiedene einschlägige Publikationen , die ich immer schon interessanter fand, als Romane.

Auf diese Publikationen (teilweise in aktualisierter Auflage) habe ich natürlich auch beim Erstellen dieser Webseite immer wieder zurückgegriffen und dabei auch immer wieder etwas erfahren, was ich schon aus den Augen verloren hatte oder was ich noch nicht wusste.

Haupt-Informationsgeber ist für mich anfangs das

"Handbook of Batteries"

von David Linden gewesen, das erstmals 1972 erschien und mittlerweise in der 4. Auflage verfügbar ist. Meine sich auf dieses Werk beziehenden Aussagen basieren auf der dritten Auflage von 2002, da sich an den Grundlagen ja nichts wesentliches geändert hat.

Weiterhin greife ich sehr häufig auf das Werk von Isidor Buchmann

"Batteries in a Portable World: A Handbook on Rechargeable Batteries for Non-Engineers"

zurück, das erst 2016 in der vierten Auflage publiziert wurde und entsprechend aktuell ist. Dieses Werk kann ich jedem interessierten wirklich empfehlen. Es beschränkt sich auf das wesentliche und ist ausgesprochen leicht verständlich geschrieben.

Große Teile dieses Werkes sind auch auf der Website

https://batteryuniversity.com

desselben Autors nachzulesen.

Selbstverständlich stöbere ich auch auf diversen anderen Webseiten herum, auf denen viel wissenswertes (manchmal aber auch weniger wissenswertes) veröffentlicht wird.

Diese Webseiten dienen jedoch ausschließlich der Inspiration, Inhalte hieraus werden hier grundsätzlich nicht wiedergegeben.

Auch werdet Ihr hier keinerlei kritische Anmerkungen zu Inhalten bestimmter anderer Webseiten finden!

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